Mindestbudget pro Tag: Meta, TikTok und Google
Das Plattform-Minimum sagt nur, ob deine Anzeige laufen darf. Was zählt: dein Ziel-CPA mal dem Lernfaktor der jeweiligen Plattform.
Das Plattform-Minimum sagt nur, ob deine Anzeige laufen darf. Was zählt: dein Ziel-CPA mal dem Lernfaktor der jeweiligen Plattform.
Du hast rund 1.500 € im Monat für Ads. Das sind 50 € am Tag. Jetzt willst du wissen, auf welcher Plattform du mit dem kleinsten Budget starten kannst. Die Hilfeseiten liefern scheinbar klare Zahlen: Meta nimmt ein paar Dollar am Tag, Google Ads akzeptiert Mini-Budgets, TikTok verlangt mehr als 20 $ pro Anzeigengruppe und mehr als 50 $ pro Kampagne. Danach wären Meta und Google günstig und TikTok teuer.
Für die meisten kleinen Konten stimmt diese Rangfolge nicht. Ob 50 € am Tag reichen, entscheidet dein Preis pro Conversion. Und zwar multipliziert mit dem, was die jeweilige Plattform zum Lernen braucht.
Kurze Antwort: Das Mindestbudget pro Tag, das auf Meta, TikTok oder Google Ads funktioniert, ist dein Ziel-CPA mal dem Lernfaktor der Plattform. Bei Meta ergibt die Lernphase etwa 7× CPA pro Anzeigengruppe und Tag. TikTok empfiehlt in seiner Hilfe 10× CPA pro Anzeigengruppe. Google rät bei Performance Max zu mindestens 3× CPA.
Das Wichtigste
Die offiziellen Mindestbudgets sind niedrig, und sie funktionieren unterschiedlich. TikTok ist am deutlichsten: Laut Hilfecenter muss das Tagesbudget einer Kampagne über 50 $ liegen, das einer Anzeigengruppe über 20 $. Meta legt die Untergrenze pro Werbekonto fest. Sie hängt von deiner Währung ab und davon, wofür du bezahlst. Die Marketing API hat sogar eine eigene Abfrage, die den Wert für dein Konto liefert. Google Ads ist am großzügigsten. Es akzeptiert sehr kleine Kampagnenbudgets und behandelt die Zahl als Durchschnitt: An einem einzelnen Tag darf eine Kampagne laut Google-Hilfe bis zum Doppelten ausgeben.
Keine dieser Zahlen ist als Empfehlung gedacht. Jede ist nur das Minimum, das die Auktion annimmt. Genau dort hören die meisten Artikel nach dem Muster „TikTok ab 20 $ am Tag“ auf.
Das Plattform-Minimum misst, was die Auktion akzeptiert. Der Algorithmus braucht aber Conversions, um zu lernen, wem er deine Anzeige zeigen soll. Das sind zwei getrennte Schwellen. Über deine Ergebnisse entscheidet nur die zweite.
Ein Beispiel: eine TikTok-Anzeigengruppe mit 20 $ am Tag und 30 € Ziel-CPA. Das ist weniger als eine Conversion pro Tag. Die Anzeigengruppe bleibt in der Lernphase, die Auslieferung schwankt von Tag zu Tag. Der CPA nach einer Woche beruht auf fünf oder sechs Events. Eine schlechte Anzeige und eine ausgehungerte sehen dann gleich aus.
Bei Meta mit 10 € am Tag passiert dasselbe. Ebenso bei Google mit einem dünnen Performance-Max-Budget. Das Minimum hält die Kampagne zulässig, mehr leistet es nicht.
Nimm deinen Ziel-CPA mal den Faktor, den jede Plattform selbst veröffentlicht:
Ein Vorbehalt: Die drei Faktoren werden unterschiedlich gemessen. Metas Wert ist eine Event-Zahl pro Woche. TikToks Wert ist eine Faustregel fürs Tagesbudget. Googles Wert ist ein weiches Minimum für eine Kampagne, die Suche, YouTube, Display und mehr bündelt. Lies jeden Faktor als Aussage der Plattform über sich selbst. Ein Effizienz-Ranking lässt sich daraus nicht ableiten.
Welche Plattform am günstigsten ist, hängt von deinem CPA ab. Jede Untergrenze wächst mit ihm. So sieht die Rechnung für zwei Konten mit jeweils 50 € am Tag aus:
| Ziel-CPA | Meta (pro Anzeigengruppe) | TikTok (pro Anzeigengruppe) | Performance Max |
|---|---|---|---|
| 20 € (ein Kauf) | ca. 143 €/Tag | 200 €/Tag | 60 €/Tag |
| 5 € (ein Lead oder Install) | ca. 36 €/Tag | 50 €/Tag | 15 €/Tag |
Bei 20 € CPA passen 50 € am Tag zu keiner Plattform, wenn du auf Käufe optimierst. Performance Max kommt am nächsten heran. Bei 5 € CPA passen alle drei, aber jeweils nur mit einer einzigen Anzeigengruppe. Startest du bei Meta eine zweite, verdoppelt sich der Bedarf. Die Lernschwelle gilt pro Anzeigengruppe.
Genau hier verlieren kleine Konten am meisten Geld. Das Plattform-Minimum verführt zu fünf Anzeigengruppen mit je 10 €. Die Lernrechnung sagt: Eine kannst du dir leisten.
Liegt das Ergebnis über deinem Budget, ändere eine Variable der Rechnung. Hoffen, dass der Algorithmus schon zurechtkommt, hilft nicht.
Senke den CPA in der Formel, indem du auf ein früheres Event optimierst. Add-to-Cart, Leads oder Installs sind günstiger und häufiger als Käufe. Sie erreichen die Schwelle mit weniger Geld. Du gibst etwas Präzision auf und bekommst dafür eine Kampagne, die lernen kann.
Bündle. Eine Kampagne, eine Anzeigengruppe, wenige Creatives, eine Plattform. Verteilst du 50 € am Tag auf Meta, TikTok und Google, hast du drei Kampagnen, die nie aus der Lernphase kommen. Trägt sich eine Plattform selbst, geht es darum, dein Werbebudget auf Plattformen zu verteilen. Und willst du innerhalb des Budgets Creatives testen, folgt das Testbudget pro Creative derselben CPA-Logik.
Die Rechnung oben machst du selbst, sie dauert eine Minute. Schwieriger wird es danach: Welche Plattform bekommt den nächsten Euro, sobald du Daten hast? Dafür habe ich die Budgetplanung in Adscalr gebaut. Sie verteilt das Budget auf Meta, TikTok und Google anhand der echten Performance-Werte jeder Plattform. Fehlt die Historie, greift ein klar gekennzeichneter Fallback mit niedriger Konfidenz. Lernschwellen berechnet sie nicht für dich. Die Pacing-Checks laufen alle 5 Minuten und melden eine Anzeigengruppe, die nach Mittag unter 70 % ihres Limits ausgegeben hat. Das ist oft das erste Zeichen, dass ein Budget zu dünn ist. Wie diese Pläne entstehen, zeigt die Seite zur Budget Intelligence.
Genau dieses Denken steckt in Adscalr.
Produkt ansehen →