Anzeigen pausieren, wenn die Website offline ist
Die Website ist offline, die Ad-Zahlen sehen normal aus. Woran du es im Ads Manager erkennst und wann Pausieren mehr kostet als der Ausfall.
Die Website ist offline, die Ad-Zahlen sehen normal aus. Woran du es im Ads Manager erkennst und wann Pausieren mehr kostet als der Ausfall.
Das Deployment lief am Donnerstag um 16:40 Uhr. Nichts sah verkehrt aus. Die Startseite lud, die Anzeigen liefen weiter, im Ads Manager stand alles auf grün. Kaputt war der Checkout für alle, die mit Tracking-Parametern ankamen. Also für jeden einzelnen Besucher aus den Anzeigen. Aufgefallen ist es am Freitagmorgen, nach einer Nacht, in der das Konto Klicks auf eine Fehlerseite eingekauft hat.
Das Signal stand die ganze Zeit im Reporting. Es hat nur niemand danach gesucht.
Kurz gesagt: Pausiere die Kampagnen, die auf die kaputte URL zeigen, nicht das ganze Konto. Bei Google eilt es mehr: Google lehnt Anzeigen mit der Begründung "Ziel-URL funktioniert nicht" ab, und diese Ablehnung überlebt den Ausfall. Bei Meta kostet eine Pause unter sieben Tagen keine Lernphase. Du verlierst nur Auslieferung, die ohnehin ins Leere lief.
Das Wichtigste
An der Form des Einbruchs. Ein Creative-Problem verläuft als Kurve: Eine Anzeige rutscht über mehrere Tage ab, die Nachbarn halten sich. Ein Ziel-Problem ist eine Kante. Es nimmt alles auf einmal mit, in derselben Minute, quer über Kampagnen, die nichts gemeinsam haben außer der Adresse, auf die sie schicken. Die Auktionswerte bleiben unberührt, denn die Auktion erfährt nie, dass deine Seite kaputt ist. CTR normal. CPM normal. Klickvolumen normal.
Der Unterschied im letzten Punkt ist der wichtige. Eine Conversion Rate, die von 3,1 % auf 1,4 % fällt, ist eine Marketing-Diskussion. Eine Conversion Rate von null bei 400 Klicks ist ein technischer Defekt, und daran ändert kein Creative etwas. Öffne die Ziel-URL einer laufenden Anzeige selbst, über Mobilfunk, im privaten Fenster, bevor du irgendein Budget anfasst.
Weil Google es vor dir merkt. Die Google-Ads-Richtlinie zu Zielen lehnt Anzeigen ab, deren Landingpage nicht funktioniert. "Ziel-URL funktioniert nicht" ist ein offiziell gelisteter Ablehnungsgrund, und genau deshalb ist Google die Plattform, die du zuerst pausierst.
Diese Ablehnung überlebt den Ausfall. Deine Seite ist nach einer Stunde zurück, die Anzeige braucht danach eine Prüfung, deren Dauer du nicht steuerst. Aus 60 Minuten Downtime werden so schnell zwei Tage ohne Auslieferung.
Meta lehnt bei einer toten Landingpage nicht ab. Dort ist der Schaden Geld plus ein Abend voller Belege dafür, dass Creatives angeblich nicht konvertieren, die vollkommen in Ordnung sind.
Weniger, als die meisten befürchten, solange sie kurz ist. Metas eigene Dokumentation setzt das Ende der Lernphase bei rund 50 Optimierungsereignissen pro Ad Set und Woche an und nennt sieben Tage Pause als Schwelle, ab der ein Ad Set wieder in die Lernphase gehen kann. Vier Stunden Pause setzen nichts zurück.
Teuer wird die Panikpause. Jemand schaltet am Donnerstagabend eine Kampagne ab, dann kommt das Wochenende, zurück geht sie am Mittwoch darauf. Für einen Ausfall von 90 Minuten hast du einen kompletten Reset bezahlt. Schreib die Pause mit Uhrzeit auf. Und wer pausiert, schaltet auch wieder ein.
Genau die aus der Anzeige, mit allen Tracking-Parametern. An diesem Detail scheitern die meisten Setups, und deshalb laufen Ausfälle stundenlang neben einem Monitor, der grün meldet. Ein Check auf deine-domain.de fragt den Webserver, ob er antwortet. Über /produkte/blauer-hoodie?utm_source=facebook&utm_campaign=... sagt das nichts: nicht ob die Weiterleitungskette noch ankommt, nicht ob der Button dahinter einen Fehler wirft.
Kopier die Ziel-URL aus einer laufenden Anzeige pro Kampagne in den Monitor. Nimm Checkout oder Lead-Formular als zweiten Check dazu, denn ein Shop kann Produktseiten sauber ausliefern, während die Zahlung tot ist. Ein synthetischer Testkauf bis in den Warenkorb bringt mehr als zehn Pings auf die Startseite. Wenn ein Linkkürzer oder ein Klick-Tracker davor hängt, überwach ihn mit.
Die Geldseite. Ein Ads-Tool liest Anzeigen-Performance. Es sieht deinen Webserver nicht, dein CDN nicht und deinen Checkout nicht. Die Hälfte dieses Schutzes, die auf die Website schaut, musst du selbst bauen, und keine Ads-Automation nimmt dir das ab.
Was die Ads-Seite abfängt, ist die Folge. Die Regeln in Adscalr greifen auf 8 Metriken (CPI, CTR, Hook Rate, Hold Rate, ROAS, Spend, Frequenz, CPM), und ein totes Ziel zeigt sich dort als Spend, der gegen einen ROAS von null läuft. Als Aktionen gibt es nur Pause oder Kill, jede Auswertung wird protokolliert, und ein Kill bleibt 30 Minuten lang rückgängig zu machen. Alerts gehen alle 5 Minuten raus, über 11 Ereignistypen. So endet die Donnerstagsgeschichte um 17:05 Uhr und nicht am Freitag um neun. Vollautomatik ist Opt-in, Standard ist eine Empfehlung, die du freigibst.
Pausier zuerst die Google-Kampagnen, die auf die kaputte URL zeigen, dann die Meta Ad Sets, und setz dir für beide eine Erinnerung. Notier die Minute, in der es angefangen hat, und die Minute, in der es vorbei war. Dann schalte am selben Tag wieder ein, wenn es irgendwie geht.
Dieses notierte Zeitfenster verfälscht jede Testauswertung der nächsten zwei Wochen. Ein Ausfall ist ein schlechter Abend, wenn du ihn markierst, und zwei schlechte Wochen, wenn du es lässt.
Adscalr überwacht keine Websites und wird dir nie sagen, dass dein Checkout hängt. Die Automations-Seite macht die Geldhälfte automatisch: eine Regel auf Spend und ROAS, die pausiert, bevor der Abend durchgelaufen ist, samt Alert.
Liegt der Einbruch an der Werbeplattform statt an deinem Server, gehört das Playbook für Plattform-Ausfälle dazu. Und wenn nirgendwo etwas ausgefallen ist und die Performance trotzdem einbricht, ist die Diagnose in vier Schichten die richtige Reihenfolge.
Genau dieses Denken steckt in Adscalr.
Produkt ansehen →