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Ausverkaufte Größen in Meta Katalog-Anzeigen

Ausverkaufte Größen laufen weiter, weil die Verfügbarkeit an der Variante hängt und deine Regeln auf der Artikelgruppe arbeiten. So erkennst du es.

Ein Jeans-Katalog lief seit rund zwei Wochen schlechter. Die Conversion Rate sank langsam. Impressionen flach, CTR exakt da, wo sie das ganze Quartal war. Ich habe Creatives, Zielgruppenüberschneidung und Frequenz durchgesehen. Alles unauffällig.

Dann habe ich meine eigene Anzeige geklickt. Die Produktseite lud, die Bilder saßen, und der halbe Größenfilter war ausgegraut. Übrig war je eine Größe am oberen und unteren Ende.

Kurz gesagt: Ausverkaufte Größen laufen weiter, weil die Verfügbarkeit in jeder einzelnen Variantenzeile deines Feeds steht. Deine Auswertung, deine Produktsets und deine Regeln arbeiten dagegen auf der Artikelgruppe. Eine übrig gebliebene Größe hält das ganze Produkt ausspielbar. Das Budget läuft weiter, und im Werbeanzeigenmanager sieht alles normal aus.

Das Wichtigste

  • availability ist ein Feld pro Artikel mit zwei erlaubten Werten, in stock und out of stock. Jede Variantenzeile trägt ihren eigenen Wert. Die Gruppe hat keinen.
  • Viele Feed-Anbindungen schreiben einen einzigen Lagerstatus auf Produktebene in alle Kindzeilen. Dann meldet sich eine Gruppe mit einer letzten Größe als voll lieferbar.
  • Das Muster: Conversion Rate fällt, während Impressionen, CTR und Verfügbarkeitsflag stabil bleiben. Keine Regel greift, weil sich an der Anzeige nichts geändert hat.

Warum läuft eine Anzeige weiter, wenn die gefragten Größen weg sind?

Weil das Produkt formal noch kaufbar ist. Ein Jeans-Modell in acht Größen liegt als acht Zeilen in deinem Feed, verbunden über item_group_id. Laut Metas Katalog-Referenz legst du mit diesem Feld Varianten desselben Produkts an, also verschiedene Größen, Farben oder Muster. Verkaufst du die Mitte der Größenkurve leer, enthält die Gruppe immer noch etwas Kaufbares. Das Produkt bleibt ausspielbar, die Auslieferung läuft.

Die Gruppe macht also genau das, wofür sie gebaut ist. Nur eben auf einer Größe, die kaum jemand braucht. Was sich ändert, ist der Klick. Die Anzeige verspricht ein Produkt, die Landingpage liefert einen Größenfilter, der zur Hälfte tot ist, und die Kundin springt ab. Du zahlst vollen CPM für einen Besuch ohne Kaufpfad.

Wo steht die Verfügbarkeit im Feed?

In der Variantenzeile. Metas Katalog-Referenz beschreibt availability als die aktuelle Verfügbarkeit des Artikels und lässt genau zwei Werte zu, in stock und out of stock. Jede Zeile bekommt ihren eigenen. Ein Feld auf Gruppenebene gibt es nicht. Genau das übersieht man, wenn man sich den Katalog als Produktliste vorstellt statt als Liste kaufbarer Artikel.

Die entscheidende Frage ist also, ob deine Anbindung dieses Feld pro Variante schreibt. Viele Setups verteilen einen Lagerstatus von der Produktebene auf alle Kindzeilen. Ist es so verdrahtet, meldet eine Gruppe mit einer letzten Größe dauerhaft volle Lieferbarkeit. Es gibt keinen Fehler. In jeder Zeile steht ein gültiger Wert, und deshalb fällt es kaum auf. Nimm drei Varianten, von denen du weißt, dass sie ausverkauft sind, und sieh im Commerce Manager nach, was dort steht.

Warum lösen Produktset-Regeln das Problem nicht?

Sie helfen, aber sie hören zu früh auf. Ein Produktset über die Verfügbarkeit wirft die einzelnen Zeilen mit out of stock raus. Diese Varianten werden dann nicht mehr ausgeliefert. Über die Gruppe entscheidet das Set aber nicht. Steht in einer Zeile noch in stock, bleibt das Produkt im Set und verbraucht weiter Budget.

Da liegt der Bruch. Du willst eine Regel wie "stoppe dieses Produkt, sobald die umsatztragenden Größen weg sind". Dafür gibt es kein Feld, denn welche Größen tragen, ist kaufmännisches Wissen und kein Katalog-Attribut. Der brauchbare Weg liegt weiter vorne: Lass deine Feed-Anbindung die ganze Gruppe auf out of stock setzen, sobald die Kerngrößen fehlen. Die Logik gehört dorthin, wo die Lagerdaten ohnehin liegen.

Wie sieht das in den Zahlen aus?

Als langsamer Abstieg ohne Schuldigen. Impressionen stabil, CTR stabil, CPM stabil, Verfügbarkeitsflag grün, und die Conversion Rate gibt Woche für Woche nach. Alles, was du siehst, beschreibt die Anzeige. Und die Anzeige hat sich nicht verändert. Verändert hat sich, was nach dem Klick passiert.

Dieses Muster lohnt sich zu merken, weil es Ursachen ausschließt. Creative-Fatigue zeigt sich meist zuerst im Klick: Die CTR bröckelt, danach folgt die Conversion. Bewegt sich die Conversion allein und der obere Funnel steht still, liegt die Ursache hinter dem Klick. Dann schaue ich zuerst auf den Lagerbestand. Zieh dir die Wochenausgaben pro Produkt, nimm die fünf größten Posten, öffne die Seiten und sieh dir den Größenfilter an.

Was ist der Unterschied zu einem komplett ausverkauften Produkt?

Der Fall hier ist leiser und hält länger an. Ein kompletter Ausverkauf ist wenigstens ein Zustand, den dein Feed abbilden kann und den deine Auswertung irgendwann zeigt. Der Schaden entsteht dort durch Sync-Verzögerung. Darüber habe ich in ausverkaufte Produkte in Katalog-Anzeigen geschrieben, und eine höhere Abrufrate verkleinert das Problem spürbar.

Ein Teilausverkauf löst sich nie von selbst. Der Feed hinkt nicht hinterher. Er beschreibt korrekt eine Gruppe, in der Monat für Monat etwas Kaufbares liegt, während die Größen fehlen, die das Produkt getragen haben. Schnellere Syncs bringen hier nichts. Ein Ausgabenreport pro Produkt allein auch nicht, denn das Produkt sieht aus wie ein gewöhnlicher Underperformer. Genau deshalb ist eine Regel dagegen so unhandlich: Der Regel-Editor endet auf Anzeigenebene und reicht nie bis zur Variante.

Was kannst du automatisieren, und was bleibt bei dir?

Die Hälfte im Werbekonto. Adscalrs Regeln greifen auf 8 Metriken (CPI, CTR, Hook Rate, Hold Rate, ROAS, Spend, Frequenz, CPM), als Aktionen gibt es nur Pausieren und Killen, jede Auswertung wird protokolliert, und ein Kill bleibt 30 Minuten lang rücknehmbar. Dazu kommen 11 Alert-Typen und ein rollenbasiertes Morning Briefing in deiner Zeitzone. Eine Ausgabenlinie, die kippt, erreicht dich damit in derselben Woche und nicht erst zum Monatsabschluss.

Auf den Lagerbestand schaut davon nichts. Adscalr liest Anzeigen-Performance und hat keinen Blick auf deinen Feed, deinen Katalog oder deine Produktsets. Eine ausgehöhlte Größenkurve lässt sich damit nicht von einem müden Creative unterscheiden. Was es kann: melden, dass Geld schneller abfließt als Ergebnisse hereinkommen, früh genug zum Handeln. Automation und Alerts deckt das Budget ab. Die Größenkurve bleibt Aufgabe deiner Shop-Anbindung, und dort gehört sie auch hin.

Genau dieses Denken steckt in Adscalr.

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