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Google Ads: Anzeigen pro Anzeigengruppe

Wie viele Anzeigen pro Anzeigengruppe in Google Ads sinnvoll sind, entscheiden deine wöchentlichen Conversions und dein Kontoaufbau.

Das Konto sieht aufgeräumt aus. 4 Kampagnen, 40 Anzeigengruppen, 3 Anzeigen in jeder, Keywords sauber nach Themen sortiert. Dann öffnest du die Conversion-Spalte für den Monat: 11 Leads. Nicht 11 pro Anzeigengruppe. Elf, im ganzen Konto.

Kurz zur Begriffsklärung, weil das im Deutschen dauernd kollidiert: Hier geht es um die Anzeigengruppe in Google Ads. Metas Ad Set heißt auf Deutsch genauso, und die Rechnung dort läuft parallel.

Kurz gesagt: Die Zahl der Anzeigen pro Anzeigengruppe in Google Ads ergibt sich aus deinem Conversion-Volumen. Teile deine wöchentlichen Conversions durch alle Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen im Konto. Bleibt pro Anzeige nur eine Handvoll Ereignisse übrig, ist dein Konto zu kleinteilig gebaut und nicht zu dünn bestückt.

Das Wichtigste

  • Die Anzeigenzahl ist die letzte Teilung in einer Kette. 4 Kampagnen mit 40 Anzeigengruppen zu je 3 Anzeigen sind 120 Plätze. Verteil 11 Conversions pro Woche darauf, und keine Zeile im Bericht sagt dir etwas.
  • Google begrenzt die billige Teilung und lässt die teure offen. Wie viele Anzeigen gleichzeitig in einer Anzeigengruppe laufen dürfen, ist gedeckelt. Wie viele Anzeigengruppen du anlegst, praktisch nicht.
  • Zusammenlegen bringt lesbare Zahlen und sonst nichts. Aus 40 Anzeigengruppen 6 zu machen, bringt keine einzige Conversion dazu. Es schiebt dieselben 11 Ereignisse in weniger Zeilen.

Wie viele Anzeigen gehören in eine Anzeigengruppe?

Fang mit 2 an. Eine dritte lohnt sich erst, wenn die Anzeigengruppe in einer Woche genug Conversions produziert, damit die ersten beiden mit einer Zahl abschließen, die du im Kundengespräch verteidigen würdest. In vielen Konten kommt diese Woche nie, also bleibt die Antwort bei 2.

Die deutschen Antworten auf diese Frage liefern dir zwei Zahlen: ein technisches Limit und eine Faustregel. Beide gelten pro Anzeigengruppe, egal in welchem Konto sie steht. Rechne stattdessen nach: 11 Conversions pro Woche, 120 Anzeigenplätze, jede Anzeige soll aus rund einem Zehntel einer Conversion eine Entscheidung tragen. Dafür gibt es keine Rotationseinstellung.

Zu gewinnen ist hier ohnehin weniger, als das Suchvolumen vermuten lässt. Eine Responsive Search Ad kombiniert ihre Anzeigentitel und Beschreibungen schon selbst. Eine zweite Anzeige verdient ihren Platz erst, wenn sie eine andere Botschaft trägt.

Warum kostet die Zahl der Anzeigengruppen mehr?

Weil die Gebotsstrategie auf Kampagnenebene sitzt und dein Urteil über eine Anzeige auf Anzeigenebene. Eine zusätzliche Anzeigengruppe bringt dir an keinem der beiden Enden Kontrolle und teilt deine Conversions unterwegs noch einmal. Beim Bauen fühlt sich das nach Präzision an. Es verdünnt jede Zeile darunter.

Die Gewohnheit ist geerbt. Enge Anzeigengruppen ergaben Sinn, als du pro Keyword ein Gebot gesetzt hast und der Anzeigentext am Suchbegriff kleben musste. Smart Bidding hat diese Entscheidung eine Ebene nach oben verschoben. Zurückgebaut hat die Struktur danach kaum jemand.

Niemand sucht nach der Zahl der Anzeigengruppen, während er die vierzigste anlegt. Sie entsteht nebenbei, für ein Thema, das an einem Dienstag eigenständig wirkte, und keine Maske in Google Ads widerspricht. Die Rechnung kommt Monate später.

Was sagt dir das Limit innerhalb einer Anzeigengruppe?

Lies die Asymmetrie. Google deckelt, wie viele Anzeigen gleichzeitig in einer Anzeigengruppe laufen, und lässt praktisch offen, wie viele Anzeigengruppen du anlegst. Die Plattform sichert die Teilung ab, die am wenigsten kostet, und überlässt dir die teure ohne Geländer.

Dieser Deckel tut dir einen Gefallen. Innerhalb einer Anzeigengruppe kannst du den Traffic gar nicht beliebig oft zerlegen. 200 Anzeigengruppen auf 40 Euro Tagesbudget baust du dagegen an einem Nachmittag, und niemand warnt dich.

Die Frage, die alle eintippen, ist damit die harmlose. Die Entscheidung, die das Konto ruiniert, liegt eine Ebene darüber. Sie fällt ohne Faustregel und ohne dass jemand die verfügbaren Conversions zählt.

Wann lohnt sich das Zusammenlegen am meisten?

Wenn dein Konto mehr Anzeigengruppen hat als Conversions pro Woche. Das ist der ganze Test, und er dauert eine Minute: Zähl deine aktiven Anzeigengruppen, dann die Conversions der letzten 7 Tage. Ist die erste Zahl größer, bringt Arbeit auf Anzeigenebene kein lesbares Ergebnis, und Zusammenlegen ist der stärkste Hebel im Konto.

Leg nach Entscheidung zusammen statt nach Thema. Zwei Anzeigengruppen gehören getrennt, wenn du für sie unterschiedlich Geld ausgeben würdest: eine andere Landingpage, eine andere Marge, eine Region, auf die du separat bietest. Zwei, die nur existieren, weil die Keywords nach verschiedenen Themen klangen, gehören zusammen.

Mach es in einem Durchgang statt in wöchentlichen Häppchen. Ein Umbau dieser Größe setzt zurück, was das Bidding gelernt hat, und die Google Ads Lernphase ist teuer genug, um sie einmal zu bezahlen.

Was löst das Zusammenlegen nicht?

Zusammenlegen ordnet deine Conversions neu. Mehr nicht. Aus 40 Anzeigengruppen 6 zu machen, lässt dich weiterhin mit 11 Conversions pro Woche dastehen, und eine Kampagne, die Geld verloren hat, verliert es danach in einem aufgeräumteren Layout weiter.

Ich sage das deutlich, weil ein Umbau befriedigende Arbeit ist und alle im Raum gut dastehen lässt. Du bekommst Zahlen, die du lesen kannst. Nachfrage bekommst du nicht. Lag es am Angebot, an der Landingpage oder am Markt, macht eine saubere Struktur das Problem nur früher sichtbar.

Was Zusammenlegen dir kauft, ist das Recht auf eine Frage nach der anderen. 6 Anzeigengruppen mit 11 Conversions pro Woche beantworten keine sechs Fragen. Eine schon. Das ist der Unterschied zwischen einem Konto, das jeden Monat etwas lernt, und einem, das jedes Quartal neu gebaut wird.

Erst rechnen, dann bauen

Struktur ist eine Budgetentscheidung im Arbeitskittel. Wie viele Dinge du dir zu messen leisten kannst, folgt aus dem Volumen, das der Plan produziert. Deshalb gehört dieses Gespräch vor den Kampagnen-Assistenten.

Genau in dieser Reihenfolge ist die Budget-Intelligenz hier gebaut: 3 bis 5 priorisierte Kampagnenpläne aus 12 Wochen deiner bisherigen Performance, jeder mit einem eigenen Conversion-Ziel. An deiner Google-Ads-Struktur, deinen Geboten oder deinen Rotationseinstellungen rührt Adscalr nicht. Die Meta-Variante der Zählfrage läuft nach derselben Logik: wie viele Anzeigen pro Anzeigengruppe.

Zähl deine Ebenen, bevor du deine Anzeigen zählst. Die Antwort auf die zweite Frage steckte die ganze Zeit in der ersten.

Genau dieses Denken steckt in Adscalr.

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