Wie viele Anzeigen schaltet die Konkurrenz?
Die Werbebibliothek zählt Einträge statt Ideen. So machst du aus der Liste eine Konzeptzahl, die du mit deiner eigenen vergleichen kannst.
Die Werbebibliothek zählt Einträge statt Ideen. So machst du aus der Liste eine Konzeptzahl, die du mit deiner eigenen vergleichen kannst.
Auf Deutsch findest du zur Werbebibliothek vor allem Klickanleitungen. Suchfeld, Land, Medientyp, dann trägst du Format, Laufzeit und CTA in eine Tabelle ein. Da hört der Ratgeber auf.
Die Frage, mit der du reingegangen bist, bleibt offen. Die Konkurrenz hat 240 aktive Anzeigen. Du hast 6. Testen die dich gerade 40 zu 1 an die Wand?
Ich habe diese Rechnung schon aufgemacht und dafür bezahlt. Die 240 waren keine 240 Entscheidungen.
Kurz gesagt: Die Meta-Werbebibliothek zählt Einträge und keine Ideen. Ein Konzept steht dort mehrfach in der Liste: einmal pro Seitenverhältnis, einmal pro Sprache, einmal pro Land. Gruppiere die Anzeigen deshalb erst nach Hook und Angebot. Nur diese Konzeptzahl kannst du sinnvoll gegen dein eigenes Konto halten.
Das Wichtigste
Weil die Bibliothek die Einheit meldet, in der das Werbekonto gebaut wurde. Diese Einheit ist selten die Idee. Meta listet pro Anzeigenobjekt einen Eintrag. Ein Konzept in 3 Seitenverhältnissen sind 3 Objekte. Läuft es auf Deutsch, Französisch und Spanisch, sind es 9. Wechselst du den Länderfilter, tauchen dieselben Builds im nächsten Markt wieder auf.
Dynamic Creative verschiebt die Zahl in die andere Richtung. Ein Eintrag mit dem Hinweis auf mehrere Versionen ist ein Objekt, das ein Set aus Bildern und Texten hält. Meta kombiniert daraus bei der Auslieferung. Diese eine Zeile untertreibt also, während die Zeilen daneben übertreiben. Beide Fehler stehen in derselben Liste.
Nichts davon ist Angeberei. Es ist eine Entscheidung über den Kampagnenaufbau, und du liest sie direkt aus der Liste ab: gleiches Bild, anderer Headline-Text, gleiches Startdatum, Karte für Karte.
Sortiere nach Startdatum und geh die Liste einmal durch. Zwei Einträge gehören zum selben Konzept, wenn Hook und Angebot gleich sind und sich nur die Verpackung geändert hat: ein Zuschnitt, eine Bildunterschrift, eine Sprache, eine Platzierung, eine Farbe. Jede Gruppe bekommt eine Zeile in deiner Tabelle.
Du brauchst 4 Felder pro Gruppe. Den Hook in deinen eigenen Worten. Das Angebot. Das früheste Startdatum. Und die Anzahl der Einträge in der Gruppe.
Das letzte Feld ist das wertvolle. Eine Gruppe über 14 Einträge heißt: Da baut jemand jede gute Idee sauber für alle Platzierungen aus. Eine Gruppe mit 1 Eintrag heißt: Da wirft jemand Spaghetti an die Wand und schaut zu.
Für einen Wettbewerber brauchst du auf diesem Niveau einen Nachmittag. Das ist der ehrliche Preis. Genau deshalb zitieren die meisten Leute lieber die rohe Zahl.
Für sich genommen: nein. Testgeschwindigkeit sind neue Konzepte pro Zeitraum. Die rohe Zahl ist ein Bestand. Sie enthält alles, was heute live ist, auch Ideen, die seit März laufen.
Zwei Konten können beide 240 Einträge zeigen und das Gegenteil bedeuten. Das eine hat 11 Konzepte, 3 davon über 90 Tage alt, der Rest sind Ausbauten für Platzierungen und Märkte. Das ist ein eingespieltes Konto, das seinen Gewinner verteidigt. Das andere hat 60 Konzepte, keins älter als 3 Wochen. Das ist ein Konto auf der Suche.
Die Bewegung wolltest du messen. Die siehst du erst, wenn du dieselbe Seite über Wochen beobachtest und notierst, was verschwunden ist. Wie das geht, steht in wie oft die Konkurrenz ihre Anzeigen wechselt.
Im Meeting wird die rohe Zahl deshalb gefährlich. Sie macht aus einem Unterschied im Aufbau ein Urteil über Leistung. Und das Urteil kommt meistens als Budgetantrag für mehr Creatives, die dir niemand belegt hat.
Zwei Zahlen, beide nach derselben Regel für beide Konten gerechnet. Erstens: Konzepte, die in den letzten 30 Tagen gestartet sind. Das ist der ehrlichste Wert für Testgeschwindigkeit. Zweitens: Konzepte, die länger als 30 Tage laufen. Das zeigt, wie viele Versuche überlebt haben.
Interessant ist das Verhältnis. 20 neue Konzepte und 1 Überlebender: Da verbrennt jemand Creatives auf der Suche nach einem Hook. 4 neue und 3 Überlebende: Da weiß jemand, was er verkauft, und schützt es. Keine der beiden Formen ist an sich besser. Es hängt davon ab, ob du schon einen Gewinner hast, den du verteidigen musst.
Dann wende dieselbe Regel auf deine 6 Anzeigen an. Meiner Erfahrung nach nimmt dieser Schritt der Panik öfter die Grundlage, als er sie bestätigt. 6 Anzeigen in einem kleinen Konto sind meistens 6 Konzepte. 240 Einträge in einem großen sind oft 11.
Beim Vergleich zwischen zwei verschiedenen Geschäftsmodellen. Die Konzeptzahl hängt an der Sortimentsgröße, an der Länge des Funnels und an der Zahl der Märkte. Ein Händler mit 40 Artikeln und ein Abo mit einem Produkt stehen nicht auf derselben Skala. Kein Gruppieren repariert das.
Über die Zeit trägt die Zahl dagegen gut: derselbe Wettbewerber, dieselbe Regel, einmal im Monat. Wenn sich seine Konzeptzahl bewegt, sagt dir das etwas über ihn. Der absolute Abstand zu deiner sagt dir vor allem, dass ihr unterschiedlich gebaut seid.
Und die Bibliothek verschweigt weiterhin die wichtigere Hälfte. Sie zeigt, was live ist, nie, was Geld verdient hat. Wer ein schwaches Konzept 60 Tage laufen lässt, verrät dir seinen Freigabeprozess und nichts über seine Marge. Welche seiner Anzeigen überhaupt einen Blick wert ist, ist eine eigene Frage. Die Methode dazu steht in Gewinner-Anzeigen der Konkurrenz finden.
Bevor du die Anzeigenzahl eines Wettbewerbers irgendwo zitierst, zähl deine eigene nach derselben Regel. Das kostet 10 Minuten und nimmt dem Screenshot den größten Teil seines Schreckens.
Das Gruppieren auf Konzeptebene skaliert von Hand nicht. Einmal im Monat für 3 Wettbewerber ist ein Arbeitstag, den niemand zweimal ausgeben will. Genau dieses Problem war der Anlass für die Wettbewerbsseite von Adscalr: Sie zieht die Werbebibliotheken von Meta, TikTok und dem Google Ads Transparency Center täglich in einen normalisierten Datensatz, zerlegt jede statische Anzeige in strukturierte Felder, sodass das Gruppieren nach Hook und Angebot zur Abfrage wird, und markiert die Anzeigen mit 30+ Tagen Laufzeit getrennt vom Wochenrauschen. Wie das in den Rest der Schleife greift, steht auf der Seite zur Wettbewerbsanalyse.
Genau dieses Denken steckt in Adscalr.
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