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Ad-Auswertung5 Min. Lesezeit

Katalog-Overlays: welches bringt mehr ROAS?

Kein Report zeigt dir ROAS nach Overlay-Typ. Warum das strukturell so ist, und welchen Vergleich du dir stattdessen selbst bauen kannst.

1.400 Artikel im Katalog, drei Overlay-Vorlagen im Rendering-Tool, und der Kunde fragt, welche davon am meisten bringt. Du öffnest den Werbeanzeigenmanager: Alter, Platzierung, Plattform, Region. Keine Zeile für Preis-Badge oder Bewertungsstern. Also suchst du danach. Die deutschen Guides zeigen dir, wo der Schalter sitzt. Die Seiten, die eine Zahl nennen, sind Anbieterseiten auf Englisch, mit einem ROAS-Plus aus einem fremden Konto.

Kurz gesagt: Kein Report kann ROAS nach Overlay-Typ aufschlüsseln, weil das Overlay eine Vorlage ist, die beim Ausspielen gerendert wird, und keine eigene Anzeige. Im Konto steht nirgends, welches Label eine Impression getragen hat. Den Vergleich musst du dir vorher in die Kontostruktur bauen.

Das Wichtigste

  • Das Overlay ist keine Entität, also hat kein Tool die Daten. Meta hängt den Umsatz an Anzeige und Produkt, dein Rendering-Anbieter kennt die Vorlage, und pro Impression verbindet die beiden nichts.
  • Ein Vorlagen-Test vergleicht zwei Setups. Die Auslieferung entscheidet, wer welches Produkt sieht, also trägt jeder Arm seinen eigenen Produktmix, und das Ergebnis verfällt mit dem Sortiment.
  • Drei Labels heißen drei Arme. Jeder braucht eigenes Kaufvolumen und eine eigene Lernphase. Deshalb reicht das Budget in den meisten Katalogen für eine Frage pro Quartal.

Warum gibt es keine Overlay-Spalte im Werbeanzeigenmanager?

Weil das Overlay nie zu etwas wird, das die Auswertung zählen kann. Eine Katalog-Anzeige ist ein Anzeigenobjekt, das auf eine Produktgruppe zeigt. Das Label wird einmal gestaltet und beim Rendern eingesetzt. 1.400 Produkte und drei Vorlagen landen trotzdem unter einer Anzeigen-ID.

Search Engine Land beschreibt zum Start der dynamischen Overlays 4 Label-Optionen: aktueller Preis, durchgestrichener Aktionspreis, Prozent-Rabatt, kostenloser Versand. Dazu einen Auto-Modus, in dem Meta nach Performance-Signalen auswählt. Der Auto-Modus macht die Messung schlechter: Wenn das Label zwischen Impressionen wechselt, gibt es gar keine stabile Variante, der du einen Kauf zurechnen könntest.

Aufschlüsselungen gibt es für Dimensionen, die das System ohnehin zur Impression speichert. Das Overlay gehört nicht dazu. Kein Spaltenmenü ändert daran etwas.

Kann ein Tool ROAS nach Overlay-Typ ausweisen?

Nicht aus den Daten, die du schon hast. Der Umsatz liegt bei Meta, verknüpft mit Anzeigen-ID und Produkt-ID. Die Information, welche Vorlage benutzt wurde, liegt beim Rendering-Tool, verknüpft mit einem Render-Job und einer Feed-Zeile. Pro Impression gibt es keinen gemeinsamen Schlüssel. Ein Dashboard, das dir diese Aufschlüsselung verspricht, liest entweder deine eigene Aufteilung oder füllt die Lücke mit einer Annahme.

Eine Verknüpfung funktioniert doch, und sie hat einen Haken. Meta liefert Ergebnisse pro Produkt-ID. Wenn dein Rendering-Tool Vorlage A auf einen Teil des Katalogs gesetzt hat und Vorlage B auf den Rest, kannst du Produkt-ID und Vorlage von Hand zusammenführen.

Dann hängt die Vorlage am Sortiment. Die Schuhe liefen mit dem Preis-Badge, die Jacken mit dem Bewertungsstern, und das Gewinner-Label ist die Gewinner-Kategorie.

Was vergleichst du bei einem Vorlagen-Test?

Zwei Setups, keine zwei Creatives. In einer Katalogkampagne entscheidet die Auslieferung, wer welches Produkt sieht. Teilst du den Katalog in zwei Produktgruppen und gibst jeder eine Vorlage, trägt der ROAS jedes Arms mit, was das System darunter ausgespielt hat. Zielgruppe, Platzierung, Budget und Zeitraum kannst du festhalten. Diesen Teil nicht.

Es gibt einen billigen Ausgleich, den die meisten auslassen, weil er sich falsch anfühlt: Teile den Katalog zufällig auf statt nach Kategorie. Die Hälfte der Schuhe in jeden Arm, die Hälfte der Jacken auch. Das ärgert den Einkauf, und es ist die einzige Variante, in der beide Produktmixe ähnlich starten.

Selbst dann ist die Antwort eine Richtung mit Datum. Neue Saison, neues Sortiment, neuer Test.

Was kostet ein Test mit drei Overlays?

Drei Arme Kaufvolumen und drei Lernphasen. Meta nennt in der eigenen Dokumentation rund 50 Optimierungsereignisse pro Anzeigengruppe in der Woche nach einer größeren Änderung. Bei drei Anzeigengruppen musst du diese Hürde dreimal nehmen, bevor überhaupt eine davon normal ausliefert. Erst danach beginnt das Auswertungsfenster.

Ich habe die Variante mit zwei Armen auf einem Katalog mit etwa 900 Euro Tagesbudget gefahren. Sechs Wochen, bevor ich eine Zahl vor einen Kunden gelegt hätte. Die Variante mit drei Armen teilt dasselbe Budget durch drei, über denselben Zeitraum. Eine dünnere Antwort, intern verkauft als die gründliche Lösung.

Also sortiere deine Fragen. Teste das eine Label, für das du den ganzen Feed neu bauen würdest. Der Rest wartet aufs nächste Quartal.

Wie liest du einen dünnen Arm, ohne dich zu täuschen?

Indem du ihn zuerst mit dem Normalwert vergleichst und erst danach mit dem anderen Arm. Eine Produktgruppe mit 20 Käufen liefert einen ROAS, den zwei Retouren kippen. Der Sieger aus Woche zwei ist meistens der Arm, der zwei gute Wochen erwischt hat. Zieh die Zahl erst in Richtung dessen, was dein Katalog sonst bringt, und schau dann nochmal auf den Abstand.

Diese Korrektur ist der Teil meines eigenen Scorings, der hier übertragbar ist. Der Score läuft über 6 Kennzahlen mit Bayesscher Schrumpfung gegen formatspezifische Priors. Ein wilder Frühwert wird zu dem hingezogen, was sein Format üblicherweise liefert, bevor irgendetwas sortiert wird.

Der harte Test: Würdest du auf diesen Abstand hin 1.400 Feed-Zeilen neu bauen? Wenn er die Frage nicht zweimal übersteht, hast du kein Ergebnis.

Was, wenn sich der Test nicht lohnt?

Dann entscheide über das Argument und schreib auf, warum. So erbt der Nächste eine Entscheidung statt einer Gewohnheit. Die drei Labels machen verschiedene Jobs. Ein aktueller Preis qualifiziert den Klick und filtert Leute raus, die den Betrag nie gezahlt hätten. Ein Bewertungsstern leiht Vertrauen von Käufern, die das Risiko schon getragen haben. Ein Rabatt-Sticker zieht am stärksten und bringt den Käufer, der wegen des Rabatts kam.

Nimm das Label, das den Einwand deines Produkts beantwortet. Lautet der Einwand "ist das den Preis wert", hilft der Preis. Lautet er "taugt das was", hilft die Bewertung.

Ob der Preis überhaupt aufs Bild gehört, ist eine eigene Entscheidung. Die klärst du zuerst.

Adscalr bewertet keine Overlays und sieht deine Katalogvorlagen nie: Der Score aus 6 Kennzahlen läuft pro Anzeige, und die Vision-KI mit ihren rund 20 strukturierten Feldern plus Design-, Copy- und Strategie-Score liest Statics der Konkurrenz aus den Werbebibliotheken. Was das Tool leistet, ist die ehrliche Auswertung, sobald Zahlen da sind, und genau das ist die Aufgabe von Ad Intelligence. Ob ein Arm genug Substanz für eine Auswertung hatte, siehst du im Produkt-Export, der seine eigene Falle hat.

Genau dieses Denken steckt in Adscalr.

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