Was kosten Ad Creatives pro Monat?
Was Ad Creatives pro Stück kosten, schwankt enorm. Plane dein Creative-Budget danach, wie viele Konzepte dein Mediabudget testen kann.
Was Ad Creatives pro Stück kosten, schwankt enorm. Plane dein Creative-Budget danach, wie viele Konzepte dein Mediabudget testen kann.
Eine Freelancerin will 400 € für ein UGC-Video. Die Agentur nennt das Vierfache für scheinbar dasselbe. Im Forum schwört jemand auf KI-Avatare für ein paar Euro. Und du sollst bis Freitag ein monatliches Creative-Budget nennen. Jede Zahl, die du findest, ist ein Stückpreis. Deine Frage betrifft aber einen ganzen Monat.
Ich habe Paid Acquisition mit bis zu 150.000 € im Monat verantwortet. Pro Stück habe ich selten zu viel bezahlt. Falsch lag ich bei der Menge: In manchen Monaten habe ich mehr Ads gekauft, als der Account je bewerten konnte. In anderen zu wenige, um der Ermüdung voraus zu sein.
Kurze Antwort: Ad Creatives kosten pro Stück zwischen unter hundert und mehreren tausend Euro. Plane das Monatsbudget deshalb über die Menge, nicht über den Preis. Teile dein monatliches Testbudget durch deinen Ziel-CPA mal 30 bis 50 Conversions. So viele Konzepte kann dein Account bewerten. Genau so viele sollte die Produktion liefern.
Das Wichtigste
Die Preise schwanken, weil jedes Angebot ein anderes Paket enthält. Der Performance-Creative-Preisguide 2026 von inBeat nennt 750 $ für ein Static Ad von einer Agentur und 1.750 $ für ein UGC Ad. Für direkt gebuchte Creator nennt derselbe Guide 150 bis 500 $ pro Video. Hinter der Spanne steckt Arbeit: Nutzungsrechte, Schnitt, Hook-Varianten, ein durchdachtes Briefing, Korrekturschleifen.
Was du im Monat ausgeben solltest, verrät dir das alles nicht. Ein Ad ist erst etwas wert, wenn dein Account genug dafür ausgegeben hat, um zu urteilen. Bis dahin ist es eine Datei im Ordner. Die sinnvolle Einheit sind deshalb die Kosten pro getestetem Konzept: Produktion plus das Mediabudget, das du für das Urteil brauchst.
Dein Budget kann so viele Konzepte testen, wie dein Testbudget bei CPA × 30 bis 50 Conversions abdeckt. Ab dieser Menge kannst du einem CPA trauen. Die Rechnung im Detail steht in meinem Beitrag zum Facebook-Ads-Testbudget.
Ein Beispiel: 20.000 € Monatsbudget, 40 € CPA. Der Großteil muss weiter deine bewährten Ads tragen. Sagen wir, 6.000 € gehen in Tests. Das ist ungefähr der Anteil, bei dem ich selbst gelandet bin. Ein Konzept braucht 1.200 bis 2.000 € bis zum Urteil. Im Monat ist also Platz für 3 bis 5 Konzepte. Genau diese Zahl gehört ins Briefing für die Produktion.
Viele überrascht das Verhältnis. Bei diesem CPA kostet das Testen eines Konzepts mehr als die meisten Stückpreise für seine Produktion. Die Produktion ist oft der kleinere Teil dessen, was ein neues Creative kostet.
Hook-Varianten bringen mehr Tests, ohne dass du mehr drehst. Aus einer UGC-Session lassen sich vier oder fünf Einstiege für denselben Hauptteil schneiden. Neue erste drei Sekunden zu schneiden kostet einen Bruchteil eines neuen Drehs.
Diese Varianten gehören in eine günstige erste Runde. Hook Rate und CTR stabilisieren sich viel früher als der CPA. Nach meiner Erfahrung reichen 50 bis 100 € pro Creative, um einen Batch nach Aufmerksamkeit zu ranken. Zwölf Varianten zu je 80 € kosten unter 1.000 €. Die schwächere Hälfte fliegt raus. Nur die Überlebenden bekommen das volle Conversion-Budget aus dem Abschnitt oben.
Deine Einkaufsliste besteht dann aus Drehs plus Varianten. Drei Drehs mit je vier Hooks ergeben zwölf Aufmerksamkeitstests und drei bis fünf Conversion-Tests.
Produzierst du mehr, als du testen kannst, kaufst du Ads ohne Urteil. Sie gehen nie live. Oder sie bekommen je 40 € Budget und werden wegen Zufallsschwankungen pausiert. Dann lernst du sogar etwas Falsches über den Ansatz.
Produzierst du zu wenig, tragen dieselben paar Ads den Account zu lange. Die Frequenz steigt, die Hook Rate sinkt. Am Ende musst du Creatives unter Zeitdruck austauschen, mit dem, was bis Donnerstag eben fertig wird. Billige Schnellschüsse machen den Creative-Posten am Ende teuer.
Ich habe beides erlebt. Keins von beidem hat den CPA in die richtige Richtung bewegt. Die Lösung war jedes Mal dieselbe: die Produktionsmenge jeden Monat aus dem Testbudget ableiten.
Was pro getestetem Konzept günstiger ist, hängt von deiner monatlichen Menge ab. Bei 3 bis 5 Konzepten im Monat gewinnen meist Freelance-Creator. Du zahlst pro Stück, brieft präzise, und niemand wartet zwischen zwei Aufträgen.
Inhouse lohnt sich, sobald du einen stetigen Strom an Varianten brauchst. Eine Korrektur kostet fast nichts, wenn der Cutter neben dem Media Buyer sitzt. Unterhalb dieser Menge ist ein festes Creative-Team Overhead, der auf Briefings wartet.
Eine Agentur ist ihr Geld wert, wenn sie Menge und die Strategie dahinter mitbringt. Ihr Honorar sollte denselben Verhältnistest bestehen, den ich bei den Kosten einer Facebook-Ads-Agentur beschrieben habe. Egal welchen Weg du wählst: Vergleiche Angebote als Produktion plus Testbudget pro Konzept. 300 € Unterschied zwischen zwei Creatorn zählen weniger als ein Briefing, das einen Test für 1.600 € verschwendet.
Creative und Media gehören in einen Plan, weil jedes die Obergrenze des anderen setzt. Media entscheidet, wie viele Konzepte bewertet werden können. Creative entscheidet, ob es überhaupt etwas zu bewerten gibt.
Adscalr kalkuliert keine Creative-Preise und plant keine Produktion. Die Menge legst du selbst fest. Adscalr übernimmt die Media-Seite, von der diese Menge abhängt. Es erstellt 3 bis 5 priorisierte Kampagnenpläne aus deiner echten Performance der letzten 12 Wochen, jeweils mit Conversion-Ziel und einem von der KI geschätzten CPI. Dazu laufen alle 5 Minuten Pacing-Checks. Sie melden, wenn eine Anzeigengruppe nach Mittag unter 70 % ihres Budgets liegt. So zieht sich eine Testwoche nicht unbemerkt auf zwei. Wenn dein Testbudget und damit deine Creative-Menge aus deinen eigenen Zahlen kommen soll, zeigt dir die Seite zu Budget Intelligence, wie diese Pläne entstehen.
Genau dieses Denken steckt in Adscalr.
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