Black-Friday-Anzeigen der Konkurrenz analysieren
Analysiere die Black-Friday-Anzeigen der Konkurrenz, bevor das Archiv sie entfernt: Starttermin, Rabatttiefe und was während des Sales weiterlief.
Analysiere die Black-Friday-Anzeigen der Konkurrenz, bevor das Archiv sie entfernt: Starttermin, Rabatttiefe und was während des Sales weiterlief.
Ende Oktober. Der Kunde will bis Freitag einen Plan für die Black Week. Du öffnest die Seiten der Konkurrenz in der Meta-Ad-Library, nimmst inaktive Anzeigen mit in die Suche und siehst fast nichts. Die Sale-Anzeigen vom letzten November sind weg. Gelöscht hat sie niemand. Die Library zeigt sie nur nicht mehr.
Kurz gesagt: Bei den Black-Friday-Anzeigen der Konkurrenz zählen drei Dinge aus dem letzten Jahr. Wie viele Tage vor dem Peak startete das erste Rabatt-Creative? Wie tief und an welche Bedingungen geknüpft war das Angebot? Welche Dauerläufer liefen einfach weiter? Fang jetzt an, denn das Archiv mit den Anzeigen vom letzten Jahr läuft ab.
Das Wichtigste
Das hängt von der Library und der Region ab, und es ist kürzer, als die meisten Black-Friday-Ratgeber annehmen. Laut Metas Seite zu den Ad-Library-Tools werden Anzeigen mit Auslieferung in der EU ein Jahr nach der letzten Impression archiviert. Politische Anzeigen bleiben 7 Jahre. Normale Werbung, die nur außerhalb der EU lief, siehst du nur, solange sie aktiv ist.
Für den deutschen Markt ist das eine gute Nachricht. Wer hier geworben hat, steht noch im Archiv. Aber nur bis etwa ein Jahr nach Ende des Sales. Für Black Friday 2025 heißt das: Ende November bis Anfang Dezember 2026. Die TikTok-Library ist für den Digital Services Act der EU gebaut und zeigt dir den europäischen Ausschnitt. Googles Transparency Center nennt bei jeder Anzeige das Datum, an dem sie zuletzt lief. Prüf die Filter jeder Library selbst, bevor du darauf planst. Die Regeln haben sich schon öfter geändert.
Eine Black-Friday-Anzeige ist dafür gebaut, schnell wieder zu verschwinden. Das ganze Jahr über hilft die 30-Tage-Regel, weil niemand einen Monat lang für eine schwache Anzeige zahlt. Eine Sale-Anzeige startet aber ein bis zwei Wochen vor dem Peak, läuft mit vollem Budget und stoppt mit dem Ende des Angebots. Die kurze Laufzeit sagt nichts darüber, wie gut sie verkauft hat.
Eine Sale-Anzeige mit neun Tagen Laufzeit wirkt schnell wie ein gescheiterter Test. Meist war sie die ganze Kampagne.
Stell in diesem Zeitraum also andere Fragen. Wann tauchte die Anzeige auf? Was bot sie an? Was lief daneben? Die Laufzeit zählt nur noch für eine Gruppe: die Anzeigen, die mit dem Sale nichts zu tun hatten. Für die gilt die übliche Methode, um Gewinner-Anzeigen der Konkurrenz zu erkennen. Mehr dazu weiter unten.
Drei Details übernimmst du direkt in deine eigene Planung. Erstens der Starttermin. Notier das Startdatum des ersten Rabatt-Creatives und zähl die Tage bis Black Friday. Eine Marke, die am Montag davor live geht, plant die Saison anders als eine, die drei Wochen vorher Early Access anteasert. Viele deutsche Shops ziehen den Sale ohnehin zur Black Week oder zum Black November auseinander.
Zweitens Rabatttiefe und Konditionen. Schreib den Rabatt aus der Headline auf, dann das Kleingedruckte: Mindestbestellwert, ausgenommene Produkte, ganzer Shop oder ein Hero-Produkt, angegebenes Enddatum. Daran siehst du, wie viel Marge sie abgeben wollten. Wie du Angebote allgemein liest, steht in der Anleitung, wie du Angebote der Konkurrenz analysierst.
Drittens die Reihenfolge. Oft gibt es ein Creative für den frühen Zeitraum, eins fürs Wochenende und eine "Letzte Chance"-Version für Cyber Monday. Notier auch die Abfolge.
Die eigentliche Kontrolle ist der Dauerläufer, der durch den ganzen Sale weiterlief. In der Black Week füllt sich jedes Konto mit Rabatt-Creatives, und das Budget wandert dorthin. Eine Anzeige ohne Angebot, die bis Cyber Monday aktiv blieb, hat sich gegen die eigenen Sale-Anzeigen gehalten. Ein stärkeres Vertrauenssignal zeigt dir die Library kaum.
So findest du diese Anzeigen: Such nach Startdaten Wochen oder Monate vor November bei Anzeigen, die im Sale-Zeitraum noch aktiv waren. Schau dir Angle und Aufbau genau an. Diese Anzeigen funktionieren ohne Rabatt. Sie zeigen dir auch, worauf die Marke nach dem Sale zurückgreift. Ungefähr das sieht eure gemeinsame Zielgruppe dann im Dezember.
Eine Ad Library zeigt, was lief. Was es eingebracht hat, zeigt sie nie. Du siehst Creative, Daten und bei EU-Anzeigen auf Meta ein paar Reichweitenwerte. Spend, Conversions und die Frage, ob sich der Sale gelohnt hat, siehst du nicht. Eine Marke mit 40 % Rabatt über fünf Tage hat das im Januar vielleicht bereut. In der Library sähe alles genauso aus.
Was du sammelst, ist also eine Karte von Entscheidungen unter Druck: Starttermin, Rabatttiefe, die Dauerläufer. Leg sie neben deine eigenen Zahlen vom letzten Jahr. Wie hoch waren deine CPMs in der Peak-Woche? Wie lief die Conversion-Rate bei welchem Rabatt? An welchem Tag war dein Budget leer? Die Konkurrenz liefert Hypothesen. Dein Konto entscheidet, welche du testest.
Die sauberste Lösung für das Archivproblem: Verlass dich nicht aufs Archiv. Beobachte die Konkurrenz im diesjährigen Zeitraum. Dann hast du jede Sale-Anzeige, solange sie aktiv ist, in jeder Region. Auch die, die bei Meta am Tag des Stopps verschwinden. Genau dafür ist der tägliche Abgleich in Adscalrs Wettbewerbsanalyse da: Meta, TikTok und Googles Transparency Center in einem Datensatz, täglich aktualisiert und nach Laufzeit sortiert, die längsten zuerst. Die Dauerläufer stehen oben, die Sale-Creatives dieser Woche tauchen auf, sobald sie starten. Für einen Sale, der eine Woche oder länger läuft, reicht ein täglicher Abgleich.
Genau dieses Denken steckt in Adscalr.
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